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Das griechische Osterfest
In Griechenland ist Ostern immer ein ganz besonderes Fest, zu dem viele traditionelle Speisen zubereitet werden. So darf auch das Osterbrot, im Griechischen Tsouréki genannt, nicht fehlen.
Für die Griechen ist Ostern „Das Fest aller Feste“. Da versucht jeder, egal wo er sich befindet, zuhause mit seiner Familie zu feiern. Fast jede Familie schlachtet ein Lamm oder eine kleine Ziege und grillt es am Ostersonntag an einem langen Spieß. Am Ostersamstag wird aus den Innereien die legendäre „Magirítsa“ gekocht. Diese wird dann abends nach dem Kirchgang, bei dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird, gegessen. Je nach Region wird die „Magirítsa“ unterschiedlich zubereitet. In Epirus beispielsweise kocht man sie traditionell mit Spinat, in Nordgriechenland mit Nüssen.
Zum griechischen Osterfest gehören auch „Kouloúria“ (ein Gebäck), das Osterbrot (Tsouréki) und rot gefärbte Eier. Rot ist eine alte Kult- und Opferfarbe. Für Christen symbolisiert sie das „reinigende Blut Jesu“, durch das jeder Mensch neu geboren wird. Nachdem das Osterbrot aufgeschnitten ist, werden die Eier genommen und nach altem Brauch gegeneinander gestoßen, so dass die Schalen aufbrechen. Dabei ruft man dann „Christós anésti!“ – Christus ist auferstanden. Das Brechen der Eischale symbolisiert die Auferstehung Christi. Ein rotes Ei für jedes Familienmitglied sowie eins für den kleinen Hausaltar werden am Kardonnerstag zur Morgenmesse gebracht und vom Priester gesegnet. Im kleinen Hausaltar mit den Ikonen, wird das Ei dann das ganze Jahr aufbewahrt – bis zum nächsten Osterfest. Dieses Ei wird nach Ablauf des Jahres jedoch nicht weggeschmissen, sondern in der Glut des Grillfeuers für das Osterlamm verbrannt.
Rezept für das Osterbrot (Tsouréki)
Zutaten (für 1 Brot)
500 g Mehl und etwas Mehl für die Arbeitsfläche, 1 Würfel frische Hefe, 100 g Zucker, 125 g Butter, 60 ml Milch; 7–8 Eier, 1 Eigelb (Größe M), Salz, 1 TL Anis (frisch gemahlen), geriebene Schale einer Bio-Orange (ersatzweise Bio-Zitrone), 3 EL Sesamsaat; außerdem: rote Osterfarbe, Backpapier
Zubereitung
1. Backofen 30 Sek. auf Ober-/ Unterhitze schalten, danach auf Beleuchtung stellen, damit der Hefeteig bei milder Hitze aufgehen kann. Mehl in eine Schüssel geben und eine Vertiefung in die Mitte drücken. Hefe in einer Tasse zerbröckeln und mit 1 TL Zucker und 50 ml lauwarmem Wasser verrühren. Alles in die Vertiefung gießen, mit etwas Mehl leicht verrühren, dünn mit wenig Mehl bestäuben und für etwa 15 Min. in den Ofen stellen.
2. Butter schmelzen. 50 ml Milch mit 3 Eiern verquirlen, warme Butter dazugießen. Restlichen Zucker, 1/2 TL Salz, Anis und Orangenschale auf den Mehlrand streuen. Aufgelöste Hefe mit den Quirlen des Handrührers unterrühren, dabei die Eiermischung dazugießen und alles kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Schüssel mit einem Tuch zudecken und für 40–50 Min. in den Ofen stellen.
3. 4–5 Eier 5 Min. kochen und dann mit Osterfarbe rot färben. Backblech mit Backpapier auslegen. Eigelb mit 1 EL Milch verquirlen. Teig aus dem Ofen nehmen, zusammendrücken und noch einmal gut kneten. Knapp zwei Drittel des Teiges zu einem ovalen, 30 cm langen Laib formen und auf das vorbereitete Blech legen. Verbliebenen Teig teilen, auf bemehlter Arbeitsfläche zu zwei langen Strängen rollen, diese wie zu einer Kordel umeinander drehen, um den Laib legen und andrücken (siehe kleine Fotos oben). Osterbrot mit verquirltem Eigelb bestreichen, mit Sesam bestreuen und für 10 Min. in den Ofen schieben.
4. Brot aus dem Ofen nehmen und den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. In die Brotmitte hintereinander 4–5 Vertiefungen drücken und die gekochten Eier hineinsetzen. Brot auf der 2. Einschubebene von unten 30–40 Min. backen, nach 20 Min. evtl. mit Backpapier abdecken. Das fertige Brot auf einem Gitter abkühlen lassen.
Tipp: Das Osterbrot schmeckt frisch und mit weicher Butter bestrichen am besten. Damit die Eierschalen dekorativ glänzen, bestreicht man sie mit etwas Fett.