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STIPPVISITE
Verführerische Idylle im Restaurant
Foto: PR
Kapstadt
Tafelberg, Waterfront, mildes Klima und der Ozean – für einen Besuch in Kapstadt gibt es viele gute Gründe. Auch kulinarisch gesehen ist Kapstadt jederzeit eine Reise wert ...


Man ahnt es schon beim Anflug: Oben strahlendblauer Himmel, unten grüne Weinberge, rechts die Stadt vor aufgeschäumtem Meer im Schatten des Tafelbergs.

In Kapstadt stecken Farben, Düfte und Aromen, das spürt man gleich von Beginn an: Im Flughafen-Terminal riecht es in einer Ecke nach frisch gebackenem Brot, in einer anderen nach indischem Curry. Und Austern kommen im Airport tagesfrisch aus dem Automaten.

Kaum ist man richtig in die Metropole eingetaucht, lernt man, dass gute Küche nicht Ausnahme, sondern Regel ist. Das Gleiche gilt für Weine, deren Spitzengewächse in Toprestaurants einen Bruchteil von dem kosten, was bei uns dafür verlangt wird.

„Kap-Küche“ sagt dem Erstbesucher in der Regel wenig. Es sei denn, er hat vor der Reise im gleichnamigen Buch geblättert und beim Lesen über Hühnchen-Marsala, gegrillte Goldschwanzmakrele mit Aprikosenglasur, „Sosaties“ (Fleischspieße) und „Souskluitjes“ (Zimtklößchen) Appetit bekommen. In den Zutaten schwingen die Einflüsse von Einwanderern mit, die für kulinarische Bereicherung sorgten: Holländer, Malaien, Inder, Briten, Deutsche. Kommen fruchtbare Böden und mildes Klima hinzu, sorgfältiger Anbau und ambitionierte Köche, hat man schnell die köstlichsten Speisen auf dem Teller.


Im „Roundhouse“ über der Camps Bay gibt es den grandiosen Blick über das Meer und die gewaltigen Felsnasen der Zwölf Apostel gratis dazu, weshalb man rechtzeitig einen Tisch am Fenster bestellen sollte. In den feinen Gerichten, wie in gerösteter Foie gras mit Rübenpüree und Pecannüs- sen oder Kabeljau mit Artischocke und Wildreis-Risotto, spiegeln sich viele kulinarische Einflüsse wider. Zu jedem Gang wird der passende Wein der Region serviert.

Vor der Terrasse das Panorama der Victoria & Alfred Waterfront und des Tafelbergs, auf dem Teller knackfrisches Seafood. Das ist das „Baia“, der schmackhafte Hit im maritimen Herzen der Stadt. Man sollte unbedingt den Crayfish Cocktail mit herzhafter Cognac-Sauce probieren.

Seit Jahren beständig kocht Harald Bresselschmidt im „Aubergine“. Das Springbock-Filet mit Blumenkohl-Püree, Kalahari-Trüffeln und Pinienkern-Sauce ist ein Gedicht.

Alt eingesessen, aber immer noch ein Vergnügen ist „Mama Africa“. Hier gibt es Mamas berühmte Wildfleisch-Platte – Krokodil und Kudu inklusive.

Eine halbe Stunde Fahrt bringt den Besucher in die Winelands. Der hübscheste Ort heißt Franschhoek: weiße Häuser im Kapholland-Stil, blühende Gärten und Weinreben drum herum. Man könnte sich  tagelang von einem Weingut zum nächsten Gourmetlokal hangeln.

Wer bei  Südafrikas berühmtestem Golfer (und Winzer) Ernie Els lunchen will, fährt nach Stellenbosch ins „Big Easy“. Das Haus von 1798, die Küche von heute. Ob gedämpfte West Coast-Muscheln in scharfer Tomaten-Kapern-Brühe oder Coq au Vin vom Stubenküken, hier kann man einfach nichts falsch machen!

Text: Kiki Baron


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